Innovation in Organisation

Digitalisierung ist als Schlagwort allgegenwärtig. Trotzdem bedeutet es nichts anderes als grundlegende, marktwirtschaftliche Kunden- bzw. Marktorientierung. Lediglich die Geschwindigkeit, die notwendig ist, als Marktteilnehmer mit sich ändernden Marktsituationen auseinanderzusetzen stellt besonders große Organisationen vor eine Herausforderung.

Organisation wird in der Regel mit dem Ziel gebildet, um ein Produkt oder einen Service einer breiteren Kunden-Gruppe anbieten zu können und damit Skaleneffekte zu erzielen. Ein fertig entwickeltes, bestehendes Angebot wird in der Regel industriell gefertigt, von einer horizontal skalierten und auf das Angebot geschulten Salesforce vertrieben. Alle Abläufe zu Herstellung und Vertrieb genau dieses Produktes können gemessen und hinsichtlich Kosten und Gewinn optimiert werden. Das ist auch, was anerkannte Business Schulen in der Regel lehren.

Innovation dagegen findet häufig in einem technischen Zusammenhang statt, mit einem herangehen, in dem zwar die Idee und das Ziel feststehen, noch nicht aber alle Schritte feststehen die zu diesem Ziel führen können. In einem kreativen Chaos, das es erlaubt, werden auf dem Weg kurzfristige Richtungsänderungen umgesetzt, das Ziel stets vor Augen.

Es ist nicht in das Korsett starrer “Business Prozesse” eingebunden. Die bestehenden Prozesse sind in der Regel auch langsam entstanden, führen aber zu  anderen Zielen. Organisation und Innovation finden mit unterschiedlichen Zielen statt.

Digitalisierung fordert aber beides von Wettbewerbern, die im Markt bestehen wollen und Ihren Kunden passende, innovative Lösungen anbieten möchten. Das fordert ein Umdenken in beiden Bereichen.

Digitalisierung – Die den Code der Welt von morgen schreiben

Welche Verantwortung tragen Softwareentwickler für die gesellschaftlichen Veränderungen, die sie vorantreiben? Die Antwort ist komplexer, als es der Mythos vom Programmierer als Rockstar erscheinen lässt.

Auch die Süddeutsche greift das Thema der moralischen Verantwortung von Programmierern auf. Teil des Problems ist, dass die Profession – der Wahrnehmung des Authors nach jedenfalls – als rein technische Tätigkeit wahrgenommen wird. Vergleichbar des Berufs eines Maurers und weniger der eines Architekten oder Bauingenieurs.

Tatsächlich versetzt die Digitalisierung aber jeden in die Position, mit äusserst abstrahierten Programmiersprachen, die teilweise mehr schon menschlicher Sprache ähneln, einen Beitrag zur weiteren Digitalisierung zu leisten. Webservices oder Chatbots zu programmieren ist mit detaillierten Anleitungen einfach zu erlernen und Schritt für Schritt auch dem Laien nachvollziehbar. Viele der zu Betrieb notwendigen Services sind kostenfrei erhältlich.

Es gibt gewissermaßen keine Einstiegs-Hürde. Weder in der Ausbildung noch finanziell. Diese technische Ermächtigung der Gesellschaft und die Lücke in der Wahrnehmung ist zu einem erheblichen Teil auch der Demographie geschuldet, so finden sich unter Digital Natives kaum über 40-Jährige.  Genauso wie sich unter Konzernlenkern kaum unter 40-Jährige finden.

Und so ist die Tätigkeit des Programmierens nicht länger dem Programmierer – mit einem Diplom von 1995 – vorbehalten, sondern in der Breite der Gesellschaft angekommen. Phänomene wie 4Chan oder Anonymous entstehen aus dieser technischen Möglichkeit, entkoppelt von moralischen Richtlinien. Dort werden Beiträge erzeugt, die tatsächlich ethische und moralische Fragestellungen aufwerfen.

Es werden nicht Regeln von heute sein, die das Zusammenspiel der Gesellschaft in Zukunft regelt, die kommende Generation wird im Internet neue Regeln für den Umgang miteinander finden.

Source: Digitalisierung – Die den Code der Welt von morgen schreiben

Not so big data.

Chris Stucchio hat einen interessanten Punkt bzgl. Big Data. Nämlich, dass Big Data heißt gar nicht Big ist. Nur weil Excel einen Datensatz nicht öffnen kann, heisst das nicht automatisch, dass Big Data Tools – in seinem Aufsatz Hadoop – notwendig sind. Gigabyteweise Daten lassen sich auch anders verarbeiten. Moderne Hardware hat nicht selten mehrere GB an Hauptspeicher. Die Geräte bei Mediamarkt waren vergangenen Samstag alleine mit mindestens 8Gb ausgestattet. Das heisst natürlich nicht, dass Hadoop oder vergleichbare Tools gar keinen Anwendungsfall hätten, aber die Use-Cases sind vielleicht anders gelagert, als man auf den ersten Gedanken annimmt.

Quelle: Dont use Hadoop – your data isnt that big – Chris Stucchio

Ins Internet gesprochen.

Einen Blogeintrag zu diktieren ist etwas vollkommen neues. Die Möglichkeit die MacOS X mit sich bringt sind allerdings sehr erstaunlich. Das alles hier Habe ich ohne die Tastatur zu berühren in meinen Mac gesprochen.

Und sofort war praktisch das alles ist, ist es enorm schwierig unter Anwesenheit von Kollegen mit dem Computer zu sprechen. Obwohl die Diktierweise sehr flüssig sein kann, ist es für die Kollegen doch sehr seltsam anzuhören.

Wenn ich allein bin, werde ich von der Möglichkeit aber in Zukunft sehr viel öfter Gebrauch machen. Wenn niemand zusieht, hört auch niemand das es sich blöd anhört.